Post-Exertionelle Malaise (PEM) oder auch Post-Exertional Neuroimmune Exhaustion (PENE) beschreibt die Verschlechterung der Symptome nach geringer körperlicher oder geistiger Anstrengung bei ME/CFS-Betroffenen und ist damit unverhältnismäßig gegenüber dem Grad der auslösenden Belastung.
Sie kann sofort oder verzögert (12-48 Stunden später) auftreten und Tage bis Wochen andauern.
PEM/PENE führt zu einem starken Leistungsabfall, oft beschrieben als „Crash“. Nicht nur körperliche, sondern auch kognitive oder emotionale Aktivitäten sowie äußere Reize wie Licht oder Geräusche können PEM/PENE auslösen.
PEM/PENE ist ein spezifisches und diagnostisch entscheidendes Merkmal für die Erkrankung an ME/CFS, das sich in Schwere, Dauer von Aktivitätsintoleranz bei anderen Krankheiten unterscheidet. Sie ist also das charakteristische Leitsymptom, das ME/CFS gut von anderen chronischen Erkrankungen mit Fatigue unterscheidet.
Im Kontext von ME/CFS bezeichnen Flare-Ups/Dips plötzliche, kurzzeitige Verschlechterungen der Symptome (z.B. kognitive oder muskuläre Fatigue), die oft mehrmals täglich auftreten können. Sie sind weniger intensiv und dauern kürzer als ein Crash. Im Gegensatz zu einem Crash, der eine längerfristige Verschlechterung mit sich bringen kann, klingen Flare-Ups meist rasch wieder ab und führen nicht zu einer dauerhaften Verschlimmerung. (vgl. Webseite millionsmissing.de)
Die Schwelle für Post-Exertionelle Malaise (PEM/PENE ) hängt vom Schweregrad der Erkrankung ab. Da wiederholte Crashs den Zustand chronifizieren können, wird Pacing empfohlen.
Da PEM/PENE häufig mit zeitlicher Verzögerung auftritt, empfiehlt sich die gezielte und systematische Nachverfolgung der eigenen Aktivitätsmuster. Ein hilfreiches Werkzeug dafür kann unsere Smartphone-App blue-ME/… sein.
Auch ein Schrittzähler kann helfen, die Aktivität zu messen und Schritt-Obergrenzen festzulegen bzw. diese sinnvoll über den Tag zu verteilen. Eine Smartwatch ist dafür am besten geeignet, da du sie den ganzen Tag tragen kannst.

